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14.11.14

Unsere Lehrer und Pfeifen

Nach einigen Diskussionen betreffend der ersten, zu lernenden Sprache in der Schule, ist nun also Klartext gesprochen worden. Unsere Lehrer fühlen sich dazu auserwählt, für die Allgemeinheit zu bestimmen: eine Landessprache soll es sein, nicht etwa die Weltsprache Englisch!
Nichts spricht dagegen Französisch zu lernen, oder auch Italienisch. Wer es drauf hat soll auch gleich noch Rätoromanisch lernen. Warum nicht?
Aber man wird ja zu Französich genötigt. Die Tessiner werden somit benachteiligt und lernen dafür eher Deutsch als es die Westschweizer tun. Die Rätoromanen sprechen eh alle Deutsch, sonst würden sie von keinem in der restlichen Schweiz verstanden!
Die Tessiner und Rätoromanen passen sich also der Mehrheit an. Insbesondere auch deshalb, weil sie darauf angewiesen sind. Die Westschweizer können ja notfalls noch mit den benachbarten Franzosen parlieren. Anders die Tessiner, welche sich klar von den Italienern abgrenzen. Nicht unbedingt sprachlich, aber ansonsten schon! 

Um sich in der grossen Welt zu verständigen benötigt man nun mal Englisch-Kenntnisse. Wenn ich in die Westschweiz oder in's Tessin gehe, spreche ich ungeniert Englisch, wenn es nicht anders geht. Auch dort wird Englisch bevorzugt, schliesslich gehen die Tessiner und Romands auch einmal in die grosse Welt hinaus.
Auch stellte ich schon mehrmals fest, dass es den Angesprochenen auch eher an Deutsch- als an Englisch-Kenntnissen mangelt. Somit gleicht sich alles aus.

Eine Operpfeife der Landessprachen-Befürwortern meinte dazu: Englisch sei leichter zu lernen. Die könne man auch noch später lernen.
Aha! Die Frage ist nur, ob hier einer Small-Talk-Englich mit anspruchsvollem Englisch verwechselt? Will man es perfekt oder nahezu perfekt sprechen, braucht es etwas mehr, als nur ein Migros-Kurs und einige Wochen Sprachaufenthalt!

Unsere Oberpfeifen brauchen ja auch nie hochstehende Vorträge in Englisch anhören oder selber solche halten. Vermutlich können die das auch nicht. Sie sitzen vielmehr mit ihren welschen Lehrer-Kollegen zusammen und reden über's Essen und Wein, natürlich in bestem Schul-Französisch.

Mittlerweile wird berichtet, dass die Schweiz im Europäischen Ländervergleich einen der letzten Plätze belegt, was Englisch-Kenntnisse der Bevölkerung betrifft! Das haben wir nun diesen Ober-Schulmeistern zu verdanken!

06.09.14

Sloggi und Obsoleszenz

Die Unterwäsche-Marke Sloggi ist vielleicht dem einen oder anderen bekannt. Sloggi ist laut dem Hersteller der meist verkaufte Slip in Europa. Dann muss die Wäsche ja gut sein, oder?

Mitnichten, rede ich hier nur aus eigener Erfahrung. Sloggis kaufte ich auch schon einige.
Irgendwann fiel mir auf, dass ich ältere Modelle hatte, welche nach Jahren immer noch zu tragen waren. Dagegen zeigten unlängst gekaufte Sloggis bereits Abnützungserscheinungen! Dies äussert sich in dezent aufgegangenen Nähten an Randzonen oder einfach nur an durchgewetzten Stellen und daraus entstehenden Löchern.



Die älteren Modelle waren offensichtlich aus einem qualitativ hochwertigeren Stoff geschneidert, was man auch fühlen konnte.

Nun, der Verdacht ist nahe, dass auch Sloggi hier zur geplanten Obsoleszenz greift. Wenn die Slips schneller abgenutzt sind, kauft man gezwungenermassen neue! Dieses Vorgehen ist ja bereits in der Technik sehr verbreitet, wieso soll also ein Unterwäsche-Hersteller anders denken?



Für mich ist die logische Konsequenz, dass ich künftig keine Sloggis mehr kaufe. Selbst Billigst-Unterwäsche vom Discounter hält nach meinen Erfahrungen länger.

03.09.14

Swisscom Login

Dienstag Abend und mal kurz in's Swisscom-Kundencenter einloggen:

  • Browser1 Opera: Nach Klick auf Kundencenter erscheint eine blanke Seite, welche nie geladen wird und irgendwann mal die Meldung: Adresse nicht verfügbar!
  • Browser2 Chrome: Nach Klick auf Kundencenter erscheint eine blanke Seite, welche nie geladen wird! 
  • Browser3 Firefox: Nach Klick auf Kundencenter erscheint zuerst eine leere Seite. Nach Klick auf Aktualisieren endlich die gewünschte Seite!
Kann man ein Webportal von unfähigen Leuten eigentlich noch mehr mit allerlei unnützem Zeugs verhunzen, damit ein spezieller Browser benötigt wird? Oder ist alles nur noch für diesen idiotischen Internet Explorer gestrickt?
 

23.07.14

Coop-Abzocke


Wer in seinem Garten oder auf dem Balkon Tomaten züchtet, hat vielleicht schon mal diese spiralförmigen Stützstäbe gekauft.

Bei Coop im Bau & Hobby erhältlich für 7,95 SFR / 3 Stück . Was daran so teuer sein soll ist mir ein Rätsel, also mal weiter geschaut!
In der Landi entdeckte ich selbiges für gerade einmal 1.95 / 3 Stück a 1,20m Länge. Die von Coop waren sogar noch kürzer, so glaube ich mich wenigstens zu erinnern.

Künftig, so die Erkenntnis, kauft man seinen Garten-Bedarf wohl besser in der Landi und nicht bei den Abzockern von Coop!

20.07.14

Sony's Action-Cam's zum Zweiten

Sony bietet seine ActionCam bereits in der vierten Version an. Dies in der kurzen Zeitspanne von nur zwei Jahren! Dazu mein Bericht hier oder ein anderer Test hier.
Alleine schon mit dieser Tatsache hat Sony bei mir endgültig vergeigt. Man wirft laufend neue Modelle mit wenigen Verbesserungen auf den Markt. Wer also zu früh kauft, wird sich später vielleicht ärgern. Oder er kauft sich alle paar Monate das aktuellste Model nach!
Sony hätte auch zuwarten können, die Entwicklung ausdehnen und ein wirklich ausgereiftes Model präsentieren. Aus monetären Gründen entschloss man sich jedoch anders. Wer hat Interesse ein Produkt zu kaufen, welches in einigen Monaten schon wieder in verbesserter Ausführung angeboten wird? Nun gut, ich habe nicht nur deswegen bereits in's Gopro-Lager gewechselt, meine ehemalige Sony Actioncam verscherbelt und abgeschrieben. Mit der Gopro 3+ bin ich übrigens hoch zufrieden. Bei Gopro wird es sicher auch einmal eine Version 4 geben, aber nicht bereits in wenigen Monaten!

Die neueste Sony bietet also einiges, welches die Gopro schon lange hatte, bsw. die WiFi-Fernbedienung für's Handgelenk. Zusätzlich jedoch noch eine mit einem kleinen LCD-Display. So ein kleines Display ist aber auch nur eine Kontroll-Anzeige, mehr nicht. Ausserdem wird der Akku schneller schlapp machen.
Spritzwasserfest ist sie, aber nicht wasserdicht. Zum Tauchen und Schnorcheln wird weiterhin deren Tauchgehäuse mit der verzerrenden Linsen-Abdeckung angeboten. Das Bild ist dadurch verschwommen und nicht so der Hit. Aber dies hatte ich ebenfalls bereits im letzten Testbericht erwähnt.
Wenn man im Manual den Abschnitt über das wasserdichte Gehäuse durchliest, fragt man sich, ob man diesem überhaupt trauen kann. Da sind so viele wenn und aber's notiert!

Wer übrigens seine Actioncam im Dreck suhlt wie auf der Sony-Webseite präsentiert, der wird nicht lange Freude daran haben - spritzwasserfest hin oder her! Ausserdem ist ein separates Gehäuse als Schutz für die Kamera (wie bei Gopro) immer ein Vorteil! Versaut man besser einmal das Gehäuse als die Kamera. Dieses zu Ersetzen ist eindeutig günstiger!
 

In Sachen Zubehör hat sich bei Sony auch nicht viel getan. Das Gopro-Lager ist eindeutig besser bedient. Dass viele Dritthersteller Zubehör für Gopro's anbieten, kommt einem preislich sehr entgegen.

Interessiern würde mich, ob man bei der neusten Sony immer noch diese violetten Spots im Bild erkennt. Das war bei der AS-15 bei leichtestem Gegenlicht schon der Fall und für mich ein absolutes KO-Kriterium.
Folgend einige Video-Captures mit diesem Phänomen! Wirklich Mühe musste ich mir nicht geben, solche Bilder zu finden. Der scharfe violette Punkt ist allgegenwärtig und sieht einfach nur hässlich aus! Bin ich eigentlich der Einzige, welcher solches feststellte? Oder stört es die meisten Besitzer einer solchen Cam nicht?
Auch bemerkenswert wie die Kamera in einem schattigen Wald auf Lichteinfall reagiert. Das zeigen die letzten beiden Bilder!








Eine Actioncam sollte eigentlich mit solchen Situationen klar kommen. Schliesslich bewegt man sich damit und hat nicht immer die ideale Position zur Sonne!

Weitere Kritikpunkte welche mir einfallen sind:
  • Einschalten (ohne Aufnahme) um in's Menue zu gelangen, ist nur über die kleinen fummeligen NEXT oder PREV-Tasten möglich.
  • Ausschalten (Menue verlassen) ist noch fummeliger, da man zuerst PowerOff anwählen muss und dann mit Enter bestätigen.
  • Der Schacht für Akku und Speicherkarte und deren fragile Klappe finde ich nicht ideal. Akku oder Speicherkartenwechsel ist umständlich und die Gefahr, dass man die Verriegelungsklappe dabei beschädigt stufe ich doch als gross ein.
    Zumindest bei der AS-15 hat man diese Klappe gerne ungewollt geöffnet, wenn man den HOLD-Schieber per Daumen betätigt.
  • Der Akku lässt sich bei eingeschaltener Kamera nicht gleichzeitig laden. Die Gopro kann man problemlos über USB laden und gleichzeitig filmen.
  • Bei Verwendung mit dem Stativ-Adapter (o.ä) sind die Anschlüsse nicht mehr zugänglich.

Die Sony steht ohne Adapter nicht! Die klassische Klotz- Form der Gopro hat auch hier Vorteile.
Bei der Gopro schneller und problemloser Speicherkartenwechsel (auch Akku), bei Sony eher eine knifflige Angelegenheit und eine fragile Verschluss-Klappe.





 

10.07.14

Einkauflandschaften II


Dümmer als die Polizei erlaubt! Einkaufen bei den «Roten».

Wer kennt diesen Elektronik-Discounter nicht, wo die Angestellten in lächerlichen knall-roten Hemden herumlaufen? Nein ich meine nicht den «Blöd-Markt», aber der ist auch nicht viel besser! Interdiscount ist übrigens eine Coop-Tochter, wen wundert's?
Deren Verkäufer sind meist jüngeren Alters, haben nicht viel Ahnung von der Materie und hetzen ständig wie von der Tarantel gebissen im Laden umher. Ich habe keine Ahnung wieso?
Vielleicht müssen sie Sensoren tragen, welche beim Chef Alarm auslösen, falls sie sich einige Minuten nicht bewegen? Oder sie leiden alle an ADHS? Würde mich auch nicht wundern!
Betritt man einen dieser Shops, hört man stets immer diesen schrillen, grässlichen Ton des Besucher-Melders. Eigentlich schon abschreckend genug, um den Shop überhaupt zu betreten. Vielleicht könnte man einmal die Melodie ändern?
Nun, was schaut man dort an? Beispielweise Foto-Kameras. Einige davon sind ausgestellt, damit man diese genauer betrachten und betatschen kann.
Leider hat die Sache einen Hacken! Kaum nimmt man eine der ausgestellten Kameras vom Halter, geht sicher gleich der Alarm los!
Ein grässliches Pfeifen durchdringt Mark und Lauscher aller Anwesenden. Wenn man Glück hat ist gleich ein Angestellter in der Nähe, welcher seinen Schlüssel zückt, eine Schublade öffnet und den Alarm quittiert. Der macht das sicher zweihundertmal am Tag - mindestens.
Danach getraut man sich kaum mehr die Kamera anzuschauen. Diese nochmals zu Berühren schon gar nicht.
Dieses Wackelkontakt-System findet sich in jeder Filiale und wird wohl kaum je einmal ersetzt werden? Wozu auch? Die Geschäftsleitung investiert lieber in deren eigene Zukunft.
Aber wieso schreibe ich über diesen Discounter? Ach so, ich kaufte da einmal eine Kamera. Das Modell stand schon lange auf meiner Wunsch-Liste und dieser Discounter bot es damals gerade etwas günstiger an.
Leider war es bei meiner Filiale gerade nicht an Lager und ich musste mich (nach Voraus-Bezahlung) noch zwei Tage gedulden. Es wurde von einer anderen Filiale zugestellt, wie bei Interdiscount so öfters praktiziert.
Als ich dann die Kamera abholen durfte und diese zu hause freudig auspackte, machte ich zugleich eine ungewohnte Entdeckung: Die angeblich «fabrikneue» Kamera hatte fette Fingerabdrücke und Schlieren auf Display und Gehäuse! Das kann ja wohl nicht sein, dachte ich und schaute die Kamera noch genauer an
. Irgendwo am Gehäuse entdeckte ich sogar einen kleinen «Püggel» (siehe Foto)! Vielleicht mal irgendwo angestossen oder sogar fallen gelassen?

Erster Eindruck...

wohl schon mal benützt worden - die fabrikneue Kamera!

Nun war ich aber ziemlich sauer, packte die teure Kamera gleich wieder in die Schachtel und telefonierte mit dem zuständigen Filialleiter. Diesem war die Sache ziemlich peinlich. Er orderte sogleich einen Ersatz, welcher jedoch wiederum erst in zwei Tagen bei ihm eintraf. Also nochmals gedulden mit dem erhaltenen Modell vor der Nase, welches ich aber nicht weiter anrührte.
Zwei Tage später erhielt ich die Nachricht, dass die neue Lieferung abholbereit sei. Er meinte dazu trocken, dass die andere Filiale versehentlich eine Ausstellungskamera eingepackt habe. Ja ja, versehentlich - das sagt man wohl danach so!
Die erste Kamera brachte ich in der Schachtel, exakt wie erhalten zurück. Den weiteren Zubehör wie zweites Objektiv, Ladegerät, Manual, Kabel usw. hatte ich gar nicht angerührt. Ein Verkäufer holte die neue, verpackte Kamera aus dem Lager. Er kam daher, die Schachtel lässig auf seiner hochgestreckten Hand balancierend. Lass sie noch fallen, du Depp - dachte ich!
Eigentlich erwartete ich nun, dass er mir die ungeöffnete Schachtel im Austausch überreicht. Wenn man fabrikneue Ware kauft, erhält man normalerweise auch eine versiegelte Schachtel. Ohne Siegel nicht mehr neu, sonst macht es keinen Sinn!
Aber nein, ein Interdiscount-Mitarbeiter ist ja so ein Schlauer! Was macht der Doofmann? Er nimmt aus der neuen Schachtel nur die Kamera heraus und überreicht sie mir. Meine Retournierte setzt er dann in die Schachtel der Neuen zurück! Ein etwas «unverständliches» Vorgehen?
Hhmm, will er diese wohl wieder als neu verkaufen? Beim zweiten mal klappt es vielleicht? So ein Arschloch-Verein! 

19.06.14

Von der Verschandelung der Berge und Spinnern im Wallis

Vor schon geraumer Zeit kam auf ARTE eine Dokumentation - «Die Alpen von oben». Es wurden schöne Aufnahmen gezeigt und nebenbei über einige Personen aus den betreffenden Regionen berichtet.
Einige davon waren sicher interessant und originell, andere nervten eigentlich zunehmend. Nämlich jene, welche stets auf der Suche nach dem ultimativen Kick sind.
Eine junge Frau stürzte sich an einem Bungeeseil von einer hohen Brücke in den Abgrund und erzählte von ihrem Kick - na toll! Andere suchten ihren Kick an einer Bergwand, mittels Gleitschirm, beim Canyoning, Segelfliegen, Kanusport usw. Eine passionierte Alpinistin glaubte sogar, mittels ihrer angebotenen Kletterkurse für krebskranke Kinder, diesen zu helfen ihre Krankheit zu überwinden. Davon ist sie felsenfest überzeugt und kann offenbar auch davon leben.
Alle suchen den Kick und wollen an ihre Grenzen kommen. Ja was machen sie denn, wenn sie einmal die Grenzen erreicht haben? Ist das dann der ultimative Kick und gleichzeitig auch das Ende, oder wie?
Offenbar sieht man heutzutage in der Bergregion nur noch einen grossen Abenteuer-Spielplatz, das war wohl das Fazit dieser Dokumentation – leider!
Beim Überfliegen der Alpen landeten sie auch im Wallis. Dort mussten sie ausgerechnet den umstrittenen Pseudo-Künstler und Drittklass-Architekten Heinz Julen aufsuchen. Ausser etwas Selbstdarstellung hat dieser Julen nun wirklich nichts zu bieten. Gibt es im Wallis eigentlich keine berichtenswertere Leute als die ewig erwähnten Egomanen und Blödschwätzer Sepp Blatter, Art Furrer und dieser Julen?

Im Film zeigten sie denn auch Julen's kitschig verhunztes Chalet, welches gar nicht so den Bau-Reglementen entspricht. Der Lokalfilz lässt grüssen, typisch Wallis!
Sein Chalet mir einer per Seilzug abhebbaren Glas-Kuppel auf der Terrasse

Ein talentloser Pinsler!

So ein Julen darf offenbar den letzten Dreck in die Landschaft stellen, ohne dass es Einwände gäbe? Dort sitzt er an seinem Arbeitstisch auf der Terrasse, die gläserne Käseglocke darüber wird umständlich per Seilzug angehoben und weggeschwenkt, das Matterhorn ist in Sichtweite. Bei Regen bleibt die Käseglocke vermutlich unten?
Die Konstruktion scheint aus einem Donald Duck Comic entnommen zu sein und bestätigt nur sein bescheidenes Talent als Konstrukteur!
Na ja, Architekt? Was die alles in die Landschaft stellen, einfach nur traurig!
Nebenbei handelt dieser Julen auch noch mit «Kunst». Seine «Kunst» lässt er jedoch von Mitarbeitern in einer Werkstatt fertigen! Julen will alles zu Geld machen: Lampen, Tische, Spiegel, Taschen und Bilder. Ich stehe Kunst nicht skeptisch gegenüber, aber was ich da in Julens Shop sah, finde ich einfach nur hässlich, genau wie seine Bilder!
Lampen aus alten Armaturen zusammen geschustert! Vermutlich stammen die Armaturen aus den Abbruch-Häusern, welche einst von ihm geplant wurden und frühzeitig wieder abgebrochen werden mussten. Ein poliertes Messingschildchen mit Julens Namen und dem Matterhorn, soll wohl so was wie ein Qualitäts-Label sein? Ob das wohl rechtens ist in der heutigen Zeit, wo jeder Scheiss und Logo geschützt ist? Andere Frage: Wem gehört das Matterhorn?

Apropos - Julen wurde schon von einem ehemaligen Freund verklagt, weil dieser fand, dass er von ihm explizit hässlich gemalt und dargestellt wurde! Das sagt wohl alles?
Dieser ehemalige Freund finanzierte auch ein Hotel, welches von Julen geplant und gebaut wurde, aber schon einige Wochen nach der Eröffnung wegen baulichen Mängeln wieder geschlossen werden musste Quelle.

Das ist also Heinz Julen, der auch die oberdümmliche Idee hatte, auf dem kleinen Matterhorn ein hässliches Turmprojekt zu realisieren. Durch den Turm sollte der Berg künstlich auf 4000m erhöht werden. Was für ein Schwachsinn!



Gegenüber der Zeitung Blick meinte Julen dazu: «Das Projekt ist nicht einfach eine Furzidee». «Wir wollen mit einer spektakulär schönen Architektur die Landschaft ehren.»
Das ist nicht nur Furz, sondern absoluter Dünnschiss! Ich kann dazu nur eines sagen: Stoppt diesen Spinner, bevor er noch mehr Landschaden anrichtet! Heerscharen von selbstverliebten Architekten und Künstlern haben das Land schon genug verschandelt. Das sieht man leider jeden Tag an unzähligen Beispielen.
Wenn nicht einmal mehr die Berggipfel von der Baulobby und irgendwelchen Drittklass - Architekten und selbsternannten Künstlern sicher sind, wie wird es dann wohl enden?
Wer von der Selbstverliebtheit dieses Mannes eine Vorstellung braucht, der schaue sein hässliches Turmprojekt an. «Spektakulär schöne Architektur» nennt er es. Der Typ scheint echt krank zu sein! Soll er doch unter seiner Käseglocke bleiben, niemand würde ihn vermissen.

Übrigens auch auf dem Titlis wird kräftig in Spielplatz und Adrenalin investiert. Man nehme die, welche kommen und Geld bringen, notfalls halt diese tumbe Herde von Adrenalin-Junkys. Eine Hängebrücke, fünfhundert Meter über dem Abgrund, soll künftig mehr Leute anlocken, als ob da nicht schon genug rauf gehen um irgendeine Attraktion zu erleben.
Eine lange Hängebrücke gibt es bereits beim Triftgletscher. Damit die Spassgesellschaft überhaupt dort rauf geht, wurde eine ehemalige Kraftwerk-Seilbahn für touristische Zwecke angepasst. Klar, die zu erwartenden Spassvögel quälen sich nicht Schweisstreibend rauf, sondern wollen nur den Kick auf der schwankenden Brücke erleben. Der schmelzende Gletscher wird vermutlich nicht das Hauptziel sein, auch nicht die gesamte Bergwelt um die Brücke herum. Irgendwie auch armselig, einen sterbenden eisigen Giganten als Attraktion hinzustellen. Aber Hauptsache, es verdienen wieder ein paar Lokalpatrioten Geld damit!
Somit pilgern jetzt also jede Woche so viele Leute zur Brücke, wie früher in einem Jahr – toll!

Auf dem Stockhorn plante man schon vor längerer Zeit eine andere «spektakuläre» Aussichtsplattform. Dieser «Nasenring» wurde aber wegen Widerstand der Bevölkerung wieder zerworfen und eine redimensionierte Lösung soll nun bewilligt sein.
Sogar auf dem Schilthorn  können sie es nicht lassen!

Kommen nun, nach alle den Hängebrücken, wohl gläserne Aussichtsplattformen? Irgendwie schon der Wahn, was alles für die Spassgesellschaft getan wird.

Vielleicht sollte man die Berge einfach nur in dem Zustand bewahren, wie sie die Natur erschaffen hat. Auf irgendwelche Spinner, welche an den Bergen herumbauen wollen kann die Welt gut verzichten. Künftige Generationen wollen die Berge auch noch so sehen, wie sie immer da standen und nicht mit Glas und Beton verschandelt!